Getragen auch vor allem von SOA-Themen (Serviceorchestrierung, BPEL) hat sich BPM (Business Process Management) als einheitliche Sicht auf Anwendungsintegration und interaktiven Workflow zu einer eigenständigen und wichtigen Technologie entwickelt: Die "Process Engine" wird heute als grundlegender Bestandteil einer Softwarearchitektur gesehen, Middleware-Anbieter ergänzen ihr Portfolio um entsprechende Produkte und Standards (WfMC, BPEL4People) sind verfügbar oder in Arbeit. Der BPM Day gibt einen Überblick über den Stand der Technik in Sachen BPM. Hierbei werden strategische Aspekte wie die Einbettung in Technologiestandards (Java EE, SOA, AJAX) ebenso berührt wie der Einfluss von BPM auf Projektplanung und -durchführung. Ein Praxisbeispiel erörtert zudem die Technologiereife von BPM.

Begrüßung und kurze Einführung in das Programm des BPM Day.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 9.00-9.15 h |

BPM ist als Technologie etabliert. Es gibt Standards, Produktanbieter und erfolgreiche Umsetzung in Projekten. Treiber für BPM sind aber häufig Projektanforderungen und nicht unternehmensstrategischen Betrachtungen. Der Vortrag stellt einen Ansatz zur leichten Einführung von BPM auf Unternehmensebene vor. Dieser berücksichtigt fachliche, technische und politische Randbedingungen sowie parallele Bestrebungen im Umfeld von SOA.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 9.15-10.00 h |

BPM-Systeme werden als Architekturkomponente in Unternehmensarchitekturen integriert. Dabei spielt die Integration mit Laufzeitumgebungen wie Java EE oder Spring eine ebenso große Rolle wie die Integration zur Modellierungs- und Entwicklungszeit über Einbettung in Repositories zur Beschreibung von Diensten, Prozessmodellen, Geschäftsregeln oder Oberflächenkomponenten. Des Weiteren fordert der interaktive Anteil der Geschäftsprozessausführung die Integration in AJAX-basierte Unternehmensportale. Die Session stellt hierzu Technologien, Ansätze und Produkte vor.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 10.05-10.50 h |

Geschäftsprozesse durchlaufen ebenso wie andere Aspekte von Softwaresystemen einen (iterativen) Lebenzyklus. Sie werden von den Fachabteilungen definiert, modelliert und simuliert, von den Entwicklern durch Systemintegration angereichert, in einer Laufzeitumgebung betrieben, dort beobachtet, nach ihrer Ausführung analysiert und auf der Basis der Analyseergebnisse optimiert. Diese Schritte werden während der Session an einem Beispiel live vollzogen. Bei jedem Schritt wird auf die relevanten Standards, den Stand der Technik sowie Erfahrungen aus der Praxis Bezug genommen. Als Ergebnis entsteht eine vollständige prozessgetriebene Anwendung für eine Java EE-Plattform.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 11.20-12.05 h |

Geschäftsprozesse zu modellieren ist einfach. Warum es aber dennoch so schwierig ist, sie wirklich erfolgreich in die Praxis einzuführen und was die Erfolgsfaktoren hierfür sind, davon handelt diese Session. Wie können die geschäftlichen und wirtschaftlichen Ziele wirklich erreicht werden?
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 14.00-14.45 h |

Der Vortrag erläutert das Vorgehen für die Integration von BPM in eine vollständige Bankenplattform für Schweizer Kantonal- und Universalbanken. Entwicklungs- und Architekturaspekte wie Oberflächenintegration und Entwicklungsumgebung werden hierbei ebenso erörtert wie die Technologieauswahl, Mandantenfähigkeit und Entwicklungsmethodik zur Erstellung von Geschäftsprozessen.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 15.15-16.00 h |

In der Diskussion äußern sich die Speaker des BPM Day zu den Fragen: Homogenisiert BPM Workflow, EAI und Serviceorchestrierung? Sind BPM-Systeme als Architekturkomponente bereits etabliert? Kann BPEL4People zu einem BPM-Standard werden? Welchen Einfluss hat BPM auf Client-Anwendungen? Wie beeinflusst BPM Business-Analysis-/Business-Intelligence-Ansätze? Die Antworten werden nachfolgend diskutiert.
| Partenkirchen – Zeit: 09.11.2006, 16.00-16.45 h |